Historie

Beim Blättern in den Annalen des Vereins stellt der Chronist im wesentlichen drei Abschnitte in der Vereinsentwicklung fest. Die Gründerzeit von 1922, der Wiederbeginn 1928 un der der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg 1946.

Die Namen derer seien erwähnt, die als erste mit dabei waren und die erste Runde im Vereinsfußball bestritten haben. Es waren: Ernst Hurt, Nikolaus Müller, Matthias Gergen, Josef Reiter, Anton Reinert, Peter Horf, Nikolaus Schmitt, Nikolaus Steffensky, Johann Burger, Jakob Demmerle, Max Müller, Gustav Müller, Max Klein, Karl Mattfeld und Michel Steffensky.

Man spielte in der Gruppe mit den damals neu gegründeten Fußballclubs der Nachbargemeinden zusammen und konnte auf Anhieb einen 2. Platz erzielen. Auf Grund der Weltwirtschaftskrise und der damit verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mußte man den Verein mit dem Spieljahr 1924 abmelden.

Mit dem alten Vereinsnamen "Sportfreunde 1922" und den alten Farben schwarz/weiß fingen folgende Männer 1928 neu an: Johann Peter Klein, August Budde, Nikolaus Lion, Johann Steffensky, Karl Mattfeld, Nikolaus Steffensky, Nikolaus Görg und Josef Geimer.

Die Sportfreunde 1922 wurden der C-Klasse Gau Westsaar zugeteilt, als Sportplatz hatten sich die Aktiven selbst wieder den Platz auf Hatrockt hergerichtet. Im folgenden Jahr konnte man schon eine Jugendmannschaft anmelden und einen Trainer verpflichten; mit dem Erfolg, dass beim Saisonabschluss die erste Meistermannschaft in der Vereinsgeschichte feststand mit folgenden Spielern. Albert Jung, Ernst Kammer, Michel Steffensky, Johann Ewen, Jakob Heinrich, Alfons Burger sen., Edmund Scherer, Berthold Burger, Jakob Braun, Jakob Steil und Heinrich Wagner.

Es konnte die Aktiven und Inaktiven des Vereins nicht verdrießen, dass sie nur mit dem Fahrrad und häufiger noch zu Fuß ihre Spielorte erreichen konnten. So zählte der Verein bereits 88 Mitglieder als im Jahre 1934 die Meisterschaft in der B-Klasse gefeiert werden konnte. Von dieser Mannschaft haben wir noch ein Bild finden können, welches anläßlich eines der ersten Vereinsausflüge nach Darmstadt 1934 aufgenommen wurde.1. Meistermannschaft 1934

von li.: Josef Geimer, Nikolaus Görg, Peter Steffensky, Albert Johannes, Stephan Galley, Michel Mommenthal, Seppl Brossette, Zahnarzt Mouget, Berthold Burger, Josef Bollbach, Jakob Scherer, Josef Spelz, Nikolaus Lion, Peter Raphael, August Budde. Ganz rechts, halb verdeckt Vorsitzender Peter Johann.

Auch von der ersten Jugendmannschaft des Vereins aus dem Jahre 1929 haben wir noch diese Aufnahme.

1. jugendmannschaft 1929

von links: Wilhelm A., Burger B., Steffensky J., Brossette J., Bollbach T., Groß W., Steffensky W., Johannes A., knieend: Steil A., Bollbach J., Spelz A.

Die folgenden Jahre in der A-Klasse, zusammen mit so renommierten Mannschaften wie Ensdorf, Fraulautern, Saarwellingen, Losheim waren für den Verein erfolgreiche Jahre, die jäh unterbrochen wurden durch den sich anbahnenden 2. Weltkrieg, der viele der aktiven Spieler an sich zog und auch viele von ihnen auch nicht mehr nach Hause entließ. So mußte man 1940 wie fast alle Mannschaften den Spielbetrieb aufgeben. Und immer wieder gibt es in unseren Vereinen Leute, die von vorne anfangen. Bei den Sportfreunden Rehlingen waren es 1946: Alfred Lorreng, Michel Steffensky, Josef Reiter sen., Jakob Lorreng, Nikolaus Steffensky uns Osmund Lion, unter der Führung von Josef Weber sen. und dem "Spiritus rector" Alfred Lorreng, der in der damaligen schwierigen Nachkriegszeit die Anlaufstelle für die Rehlinger Fußballer darstellte. Die 1. Mannschaft, die 1949/50 abgestiegen war, konnte schon 1952 ihre 1. Meisterschaft nach dem Krieg feiern.

1951-52 meisterelf

Meisterelf 1951/52

In den 50er Jahren haben die beiden Trainer Bonner und Groß in Rehlingen gute Arbeit geleistet und die Mannschaften zu Erfolgen geführt, so 1957 zur erneuten Meisterschaft. Aus der damaligen Zeit ist die Vereinsführung über viele Jahre hinweg durch den 1. Vorsitzenden Ewald Seiwert unvergessen.

Der Chronist darf die folgenden 60er und 70er Jahre, die den dem ein oder anderen Leser noch gut in Erinnerung sind, aus diesem Grunde im Zeitraffer zusammenfassen. Sie waren gekennzeichnet durch Abstiege und Wiederaufstiege mit den Trainern Paproth und Bellmann in den 60er Jahren und der jahrenlangen Vereinsführung unseres Sportkamerden Kurt Reis. Er hat dem Verein seine Dienste zur Verfügung gestellt so lange wie nie ein Vorsitzender vor oder nach ihm. Die Schaffung der neuen Anlage im Bungertstadion, die der damalige auch um den Fußball in Rehlingen verdiente Bürgermeister Eduard Remmel im Jahre 1960 übergeben konnte, war auch mit ein Verdienst unseres damaligen Vorsitzenden Kurt Reis. Im Jahre 1971 konnte der Verein in eigener Regie eine Flutlichtanlage, damals die größte Anlage im Saarland außer Saarbrücken, im Bungertstadion erstellen. Mit dem seinerzeit von der Gemeinde erstellten Umkleidegebäude boten sich damit unseren Sportlern optimale Trainings- und Spielbedingungen. So waren dann auch die nachfolgenden 70er Jahre geprägt von einem regen Vereinsleben, dem aber letzlich nach der letzten Meisterschaft 1970/71 ein weiterer Meisterschaftserfolg versagt blieb. Die Trainer Peter Schmitt, Gorius, Spath und Irsch waren nacheinander in diesen Jahren in Rehlingen tätig, wobei Gorius mit seiner Mannschaft 1975 und Trainer Irsch mit seiner Mannschaft 1980 das Meisterschaftsziel erst im Endspurt knapp verfehlten. Die Vorsitzenden Kurt Remmel, Reinhard Walter, Kurt Delles und seit 1979 wieder Reinhard Walter leiteten in dieser Zeit die Vereinsgeschicke, zusammen mit einem Vorstand und Betreuerteam, die viele Jahre in ähnlicher Zusammensetzung nicht zur eigenen Bestätigung, wohl aber zum Nutzen aller lautlos aber effektiv ihre Arbeit erledigten.

Wird fortgesetzt